Pressemitteilung Nominierungen

SPD Petersburger Platz nominiert Kandidat/inn/en für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung 2016

Die SPD Petersburger Platz hat auf ihrer letzten Abteilungsversammlung am 13. Oktober 2015 mit großer Mehrheit Carl Waßmuth und Daniel Gruschke als Direktkandidaten für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 nominiert. Carl Waßmuth tritt für den Wahlkreis 4 an, Daniel Gruschke für den Wahlkreis 5. Mit Unterstützung der Abteilung tritt Daniel Gruschke außerdem auch für die Wahlen zur BVV Friedrichshain-Kreuzberg an.

Dazu die Abteilungsvorsitzende Gerlinde Schermer:

"Wir haben die richtigen Leute in einer kritischen Zeit! Ich bin begeistert dass die Abteilung 12 zwei hoch politische Menschen für das Abgeordnetenhaus von Berlin nominiert hat: Daniel Gruschke und Carl Waßmuth. Das ist ein Angebot von höchster Qualität an die Wählerinnen und Wähler in Friedrichshain – getragen von der Entschlossenheit, für das Gemeinwohl zu kämpfen.

Als jemand der 25 Jahre in Berlin Politik gemacht hat und über die Grenzen der Stadt hinaus als Kämpferin gegen Privatisierung der Daseinsvorsorge bekannt geworden ist, als Frau die in der SPD Siege und Niederlagen errungen, Konsequenzen gezogen und gemeinsam mit der Berliner Bevölkerung den Privatisierungskurs der SPD durch das Wasservolksbegehren erfolgreich bekämpft hat, sage ich den Berlinerinnen und Berlinern: Die beiden kannste WÄHLEN!

Aber bevor die Wählerinnen und Wähler überhaupt wählen können, muss die demokratische Aufstellung der Kandidaten in der SPD Friedrichshain-Kreuzberg gewonnen werden. Beide Kandidaten haben Gegenkandidatinnen und -kandidaten. Es wird also nicht einfach!"

Wer unsere Kandidaten Carl Waßmuth und Daniel Gruschke bei ihrer Aufstellung als Kandidaten der SPD unterstützen möchte, der oder die sollte sich heute schon äußern!“

Hier stellen sie sich vor:

Carl Waßmuth:

„Berlin muss seinen Gestaltungsspielraum zurückgewinnen. In den 90er Jahren wurde privatisiert, was immer nur ging. Dabei ging es nicht um die Interessen der BürgerInnen: Die Aneignung profitabler öffentlicher Unternehmen war ein Projekt der Spitzen des privaten Sektors. Die Reduktion von Schulden diente als Rechtfertigung dafür, den Ausverkauf von Staatseigentum zu erzwingen. Strom, Gas, Wohnungen und Wasser kamen so unter den Hammer. Danach wurde das verbleibende kaputtgespart, wichtige Investitionen verpasst. Gebracht hat das nichts, im Gegenteil: Berlins Schulden sind auf 60 Mrd. Euro gewachsen. Das war absehbar: Berlin wurde ja um seine Einnahmen und viele BerlinerInnen um ihr Einkommen gebracht, durch steigende Preise, sinkende Löhne und den Ausbau der prekären Beschäftigung. Viele Menschen, insbesondere Frauen und MigrantInnen hat diese Politik in Arbeitslosigkeit oder unfreiwillige Teilzeitarbeit gezwungen.Damit muss Schluss sein!
Ich trete an als Kämpfer für unsere Daseinsvorsorge, gegen Privatisierung, gegen prekäre Beschäftigung.

Wasser, Energieversorgung, öffentlicher Wohnungsbau und die S-Bahn müssen nicht nur 100 Prozent öffentlich sein, sondern auch demokratisch kontrolliert werden. Die öffentliche Bauverwaltung – einst „das größte Ingenieurbüro Berlins“ muss enorm gestärkt werden, damit in den anstehenden Projekten das öffentliche Interesse obsiegt und nicht die Interessen von Spekulanten, Investoren und einer Bauindustrie, die sich am liebsten für stillstehende Baustellen bezahlen lässt.

Berlin wird wachsen müssen. Aber jetzt nur schnell, hoch und billig zu bauen, würde uns teuer zu stehen kommen.
Soziale Infrastrukturen und Grünflächen müssen mitwachsen! Und wir müssen die BürgerInnen einbeziehen. Die parlamentarische Demokratie braucht auch die direkte Demokratie. Bisherige Volksentscheide weisen uns den Weg: Die sehr hohen Quoren, fehlende Wahlkampfkostenerstattung und Mitspracherechte nach erfolgreichen Volksentscheiden bedürfen der Korrektur.
Berlin weiterhin von oben herab zu regieren wird scheitern, <<Berlin von unten>> kann gelingen!

Daniel Gruschke:

„Berlin hat nur als Stadt der Bildung und des Wissens eine Zukunft. Wir haben zwar kaum Industrie, aber die Softwarelösungen für die Industrie 4.0 könnten aus unserer Stadt kommen. Die rasante Entwicklung der IT-Technologien wird hunderttausende Jobs vernichten, aber auch hunderttausende neue Jobs schaffen: für Fachkräfte. Wir müssen sie ausbilden. Die Arbeitswelt von morgen verlangt nach soliden Kenntnissen und der Fähigkeit, lebenslang dazuzulernen. Diese Fähigkeit muss man schulen. In diesem Jahr sind zehntausende Menschen auf der Suche nach Zuflucht in unsere Stadt gekommen. Ohne Bildung keine Arbeit und ohne Arbeit keine Integration.

Wissen und Können entscheiden darüber, in welcher Gesellschaft wir morgen leben werden. Und dennoch haben in Berlin über 14.000 junge Menschen unter 25 keine Berufsausbildung, verlassen jedes Jahr 10% eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Berlin leistet sich drei Universitäten, sechs Fachhochschulen und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Studierendenzahlen steigen seit Jahren. Dies ist auch politisch gewollt. Doch der Zuschuss des Landes für die Hochschulen hält mit der Entwicklung nicht schritt: Es fehlt an Arbeitsplätzen in den Bibliotheken und an Laborflächen. Hörsäle sind baufällig, Lehrveranstaltungen selbst in kleinen Fächern hoffnungslos überlaufen. Über 70% der Dozent/inn/en an den Hochschulen sind prekär beschäftigt und halten den Betrieb nur durch ihre unbezahlte Mehrarbeit aufrecht. Lehr- und Lernmittel können oft nicht in ausreichender Zahl angeschafft werden. Andererseits geben die öffentlichen Bibliotheken Millionen pro Jahr für die Lizenzierung von Datenbanken und Zeitschriften aus, in denen öffentlich geförderte Forschung publiziert wird – Geld der öffentlichen Hand an private Verlagsunternehmen wie Elsevier oder Springer mit Gewinnspannen von 35% und mehr. In Teilen Neuköllns oder im Wedding haben drei von vier Kindern einen Migrationshintergrund – teilweise verbunden mit schwierigen sozialen Verhältnissen. Diese Kinder sind darauf angewiesen, dass die Schule das leistet, was die Familien oft nicht leisten können. Doch selbst etwas so Elementares wie Schulessen oder Nachhilfe sind in manchen Bezirken nicht mehr drin.

Ich trete an, weil ich für gute Bildung im Bezirk und in Berlin kämpfe – an Kitas, Schulen und Hochschulen. Ich habe an der Humboldt-Universität unterrichtet und arbeite an der Medizinischen Fakultät der Charité. Daneben engagiere ich mich bei Morus 14 e.V. ehrenamtlich in der Hilfe für Kinder- und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen, oftmals mit Migrationshintergrund. Dadurch weiß ich aus erster Hand, dass es Teilhabe und Chancen für alle nur durch gute Bildung für alle gibt. Und gute Bildung für alle gibt es nur durch gute öffentliche Infrastruktur und gute Arbeit. Dafür kämpfe ich!“

Schreiben Sie uns unter: abteilung12@gmail.com

Für Rückfragen:

Gerlinde Schermer: 0178-6344985

Carl Waßmuth: 0179-7724334

Daniel Gruschke: 0151-65165071